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Badische Zeitung vom 08.07.04

Vizeweltmeister in Physik
Physik-AG des HTG stellt Mitglied des deutschen Teams beim internationalen Wettbewerb

LÖRRACH (BZ). In Australien fand vergangene Woche das International Young Physicists Tournament statt. Ein Schüler des Hebelgymnasiums wurde mit seinem Team Vizeweltmeister. Bernd Kretschmer, Studiendirektor am Hans-Thoma-Gymnasium, trainierte den Schüler. Zugleich beteiligten sich Schüler des HTG an Explore Physics, einem Wettbewerb in Stuttgart. Sie gewannen ebenfalls einen zweiten Platz.
Was geschieht, wenn man Kaffeepulver oder Mehl auf eine Wasseroberfläche streut? Wie kann man mit Schall die Größe von Nebeltropfen bestimmt? Alles Aufgaben, für die keine Lösung in Büchern steht. An den Problemlösungen konnten sich die jungen Physiker für die Weltmeisterschaft in Australien die Zähne ausbeißen. In der Physik-AG am Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach, unter Leitung von Studiendirektor Bernd Kretschmer, trafen sich Schüler aus der Umgebung, um gemeinsam zu experimentieren und theoretische Modelle zu entwickeln.
Christoph Tavan, Schüler des HebelGymnasiums, der den Physikkurs und die Physik-AG am HTG besucht, schaffte den Sprung in die Turnier-Mannschaft.
Neben ihm waren Schüler aus München, Bad Saulgau und Giengen im Team. 26 Teams aus aller Welt trugen in Australien ihre Lösungen zu den 17 Problemen vor. Das deutsche Team konnte bis zur Finalrunde führen. Im Finale wurden die Karten neu gemischt und die drei besten Teams traten mit gleichen Chancen an. Neben Deutschland hatte sich das slowakische und das polnische Team qualifiziert. Nach einem spannenden Wettkampf erreichte die deutsche Mannschaft hinter Polen Platz zwei.
Etwa zur gleichen Zeit fand in Stuttgart ein Physikwettbewerb für Schüler aus Baden-Württemberg statt. Mehr als 1500 Schüler nahmen teil. Eine Aufgabe bestand darin, ein Pendel zu bauen, das eine Schwingungszeit von 10 Sekunden hat. Lena Flecken, Kerstin Weller und Johannes Burkhart aus der Klassenstufe 11 des Hans-Thoma-Gymnasiums erhielten für ihre Lösung den zweiten Preis in Höhe von 300 Euro.




Oberbadisches Volksblatt vom 08.07.04

Lörracher Schüler Spitze in Physik
Vizeweltmeister und Platz zwei im Land

örrach. Am Hebel- und am Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach werden in diesen Tagen gleich zwei herausragende Erfolge gefeiert. Bei der Physik Weltmeisterschaft im australischen Brisbane wurde das deutsche Team Vizeweltmeister hinter Polen. Christoph Tavan, Schüler des Hebel-Gymnasiums, der den Physikkurs und die Physik-AG am Hans-Thoma-Gymnasium besucht, schaffte den Sprung in die deutsche Mannschaft, die unter anderem von dem Leiter der HTG-Physik AG, Bernd Kretschmer, geführt wurde (wir berichteten).
Etwa zur gleichen Zeit nahmen mehr als 1500 Schüler aus Baden-Württemberg an dem Wettbewerb "Explore Physics" teil, darunter auch drei HTG-Schüler. Eine Aufgabe bestand zum Beispiel darin, ein Pendel zu bauen, das möglichst genau eine Schwingungszeit von zehn Sekunden hat.
Lena Flecken, Kerstin Weiler und Johannes Burkhart aus der Klassenstufe 11 des Hans-Thoma-Gymnasiums erhielten für ihre Lösung den zweiten Preis in Höhe von 300 Euro.




Badische Zeitung vom 03.07.04

Zwei Lörracher im deutschen Physik-Team

ÖRRACH (BZ). Zur Zeit findet in Brisbane/Australien das 17. International Young Physicists Tournament unter Beteiligung von 26 Teams aus aller Welt statt. Die deutsche Mannschaft hat mit den Teamleadern Bernd Kretschmer (Hans-Thoma-Gymnasium) und Rudolf Lehn (Bad Saulgau) nach spannenden fünf Wettkämpfen mit großem Punktvorsprung das Finale erreicht. Aus der Physik-AG des HTG ist Christoph Tavan (Hebel-Gymnasium) dabei. Im Finale trifft das deutsche Team auf Polen und die Slowakei. Dort werden die Karten neu gemischt und alle Teams starten mit gleicher Punktzahl.




Oberbadisches Volksblatt vom 12.06.04

Physik an der Basis besucht
Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft am HTG

Lörrach (bk). Prof. Dr. Knut Urban, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, hat gestern das Lörracher Hans-Thoma-Gymnasium besucht.
Er bewertete die Visite keineswegs als Abstieg vom Olymp der Physik in die Niederungen der Basis - denn: Dort schaffen Lehrer mit professioneller Berufsauffassung die Voraussetzungen für das Studium an der Universität. Eine Tatsache, die auch Hochschulprofessoren würdigen sollten, forderte er beim Pressegespräch im "Kranz". Die Verbindung wurde durch den Physiklehrer Bernd Kretschmer geknüpft, unter dessen Betreuung Schüler des HTG Erfolge bei Jugend forscht und Physikolympiaden errungen haben.
Unter anderem hierfür wurde Kretschmer im Januar 2004 mit dem Georg-Kerschensteiner-Preis ausgezeichnet.
Mit Besuchen in der 6., 9. und 11. Klassenstufe verschaffte sich Urban ein umfassendes Bild vom Physikunterricht am HTG. Den Nachmittag widmete er Kretschmers Physik-AG. Er wünsche sich eine Aufhebung der "fast weltbildhaften" Spaltung der Schüler in Freunde des Physikunterrichts und diejenigen, die das Fach strikt ablehnen. Entscheidend sei, dass Physik so gelehrt wird, dass ein allgemeines Interesse, eine emotionale Bindung entsteht, auch wenn nicht jeder Jugendliche ein Physikexperte werden kann. Die Schule könne aber dazu beitragen, den Graben zwischen Physik und Geisteswissenschaften erst gar nicht entstehen zu lassen. Denn oft wird es gerade dort interessant, wo sich beide Richtungen berühren.
Kretschmers Unterrichtsführung komme diesem Gedanken sehr nahe. Urban: "Ein starker Eindruck".




Badische Zeitung vom 29.04.04

Nimwegen war eine Reise wert
Leonie Faller und Andreas Stippig vom HTG holten erste Preise bei internationalem Wettbewerb

LÖRRACH (ktz). Nimwegen im Westen der Niederlande, nahe der deutschen Grenze, war für Leonie Faller und Andreas Stippig eine Reise wert. Die beiden Zwölftklässler des Hans-Thoma-Gymna-siums nahmen dort als Mitglieder des deutschen Teams an der Internationalen Konferenz für junge Forscher (ICYS) teil und gewannen in ihren Kategorien jeweils den ersten Preis. Damit verlängerten sie die lange Liste der Erfolge der von Studiendirektor Bernd Kretschmer betreuten Physik-AG und sie sorgten dafür, dass das deutsche Team das erfolgreichste war.
Die Mitbewerber kamen aus zehn Ländern, neben Deutschland und den Niederlanden aus Mazedonien, Russland, Georgien, Weißrussland, der Ukraine, Ungarn, Tschechien und Polen; 130 Jugendliche präsentierten in den Kategorien Physik, Ökologie/Umwelt, Mathematik und Computer-Wissenschaft der internationalen Jury ihre Projekte in Englisch gehaltenen Vortrag nebst kurzem Kolloquium.
Ungezählt sind die Stunden, die die beiden Lörracher in ihrer Freizeit, abends und nachts und an Wochenenden zu Hause und in der Schule an ihren Projekten gearbeitet haben. Leonie Faller (Kategorie Ökologie/Umwelt) befasste sich mit Trockenlegungen von Mauern mittels elektro-osmotischen Effektes und zeigte mit ihren Messreihen, dass die Praktiker, die das schon immer für möglich hielten, Recht haben. Andreas Stippig verband sein Hobby Modellbau mit dem Neigungsfach Physik. Er konstruierte ein Modellflugzeug, bei dem man im Flug den Anstellwinkel verstellen kann, so dass sich die Geschwindigkeit regulieren lässt. Nicht nur die beiden jungen Leute, sie sind als Schwimmer (RWL) und Turnerin (TuS Stetten) auch begeisterte Sportler, haben viel Zeit eingebracht. Auch Bernd Kretschmer habe sich "aufopfernd" engagiert. Sie betonten im BZ-Gespräch auch, dass HTG-Direktor Hubert Bernnat voll hinter diesen Aktivitäten stehe.
Den ersten Erfolg hatten die beiden beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Freiburg und kamen vom Landeswettbewerb in Stuttgart mit Sonderpreisen zurück. In das deutsche Team für Nimwegen kamen sie, weil dessen Auftritt vom Kepler-Seminar in Stuttgart organisiert und finanziert wird. Dort kooperiert man mit dem Schülerforschungszentrum Bad Saulgau und weiß aus langjähriger Zusammenarbeit um die tolle Arbeit der Lörracher Physik-AG.
Bei den Jugend-forscht-Präsentationen und im Gespräch mit Fachleuten konnten Leonie Faller und Andreas Stippig ihre Projekte weiter entwickeln, fanden Antworten auf kritische Jurorenfragen und taten sich vor der ICYS-Jury mit der englischen Sprache leichter als ihre Kollegen aus Osteuropa. Für diese allerdings sei die Qualifikation über nationale Wettbewerbe und die Teilnahme in den Niederlanden die Tür zu einem Studium und zu überdurchschnittlichen Berufsaussichten. So war denn die Begegnung mit den anderen Jugendlichen, mit den osteuropäischen Mentalitäten für die beiden HTG-ler ein wichtiger Aspekt der Woche in den Niederlanden. Beeindruckt waren sie auch vom Rahmenprogramm mit Ausflügen und Besichtigungen, vom "edler Dinner" (Leonie) während einer Rheinschifffahrt. Sie werden ihre Projekte noch mal beim HTG-Schulfest am 18. Juni vorstellen.




Oberbadisches Volksblatt vom 28.04.04

Doppelsieg für zwei HTG-Jungforscher
Leonie Faller und Andreas Stippig vorne

Lörrach/Nijmwegen. Bei der 11. Internationalen Konferenz für Junge Wissenschaftler (ICYS) im niederländischen Nijmwegen standen Forschungsprojekte in Physik, Ökologie, Mathematik und "Computer Science" im Mittelpunkt. Vom Hans-Thoma-Gymnasium nahmen Leonie Faller und Andreas Stippig (beide Klassenstufe 12) mit sechs anderen Schülern aus Baden-Württemberg daran teil (wir berichteten).
Jeder Schüler musste in Englisch über ein Projekt seiner Wahl einen Vortrag halten und dann die kritischen Fragen der internationalen Jury beantworten. Leonie Faller berichtete dort über ihre Untersuchungen zur Trockenlegung von Mauern. Andreas Stippig referierte über die physikalischen Aspekte seines Modellflugzeugs mit anstellbaren Flügeln. In Ökologie und in Physik erhielten die beiden Lörracher Jungforscher jeweils den ersten Preis. Nach ihren Erfolgen bei Jugend forscht war dies auch eine internationale Anerkennung für ihre Arbeit.
Neben diesem großen Sieg spielten aber auch die Kontakte mit Jugendlichen aus vielen anderen Ländern eine wichtige Rolle.




Badische Zeitung vom 30.03.04

Talentschmiede am HTG
Physik AG sucht jeden Freitag nach dem Roten vom Ei und anderen physikalischen Phänomenen

LÖRRACH. Die Physiksäle 104 bis 107 sind die Talentschmiede des Hans-Thoma-Gymnasiums. 18 Schülerinnen und Schüler brüten dort jeden Freitag von 15.30 Uhr an mit Studiendirektor Bernd Kretschmer über den Tücken der Physik. Neulich holten sich fünf dieser Nachwuchsforscher beim Landeswettbewerb von "Jugend forscht" Sonderpreise für Physik und Technik.
Da ist zum Beispiel das Ei. Innen gelb, außen weiß. Sechs Stück von glücklichen Hühnern kochen seit halb vier auf Michaels Platz und verbreiten ihren unverkennbaren Duft. Das Gelbe vom Ei lassen Michael Häsle und Manuel Fischer links liegen. Sie wollen rot sehen: Schickt man Licht durch das Eiweiß, schluckt es alle Spektralfarben außer rot. "Rot ist das langwelligste Licht und dürfte daher am besten durch die Ei-Moleküle kommen", erklärt Michael die Theorie, der die beiden nachspüren. Der Versuch mit den Eiern ist eins von siebzehn Problemen, die von der Physik-AG seit Schuljahresbeginn in Gruppen bearbeitet werden. Ein anderes Team testet den Paranuss-Effekt. "Wir haben den Versuchsaufbau selbst erstellt", ist Kirill stolz auf den selbst gebastelten Schüttler, der zeigen soll, ob die großen Kugeln immer nach oben wandern. Auf der ganzen Welt sitzen Schüler an denselben Aufgaben: Im Juli findet in Australien der internationale Wettbewerb für junge Physiker IYPT statt. "Pro Land ist ein Team dabei", erzählt die Preisträgerin von "Jugend forscht", Leonie Faller. Ob auch dieses Mal ein Schüler vom Hans-Thoma-Gymnasium für Deutschland kämpfen darf, entscheidet sich im Mai.
Gegen wütende Proteste versenkt Michael den Saal 105 im Fünf-MinutenTakt in völlige Finsternis. Das Ei wird warm, aber nicht rot. Das Licht geht wieder an, Manuel säbelt die nächsten Scheibchen vom Weiß und Michael tüftelt an der Lochblende. "Letzte Woche haben wir zehn Eier gebraucht", erzählt Manuel, der seine Seminararbeit in Physik schreiben will. "Physik gefällt mir, weil es praktisch und technisch ist." Michael ist seit zweieinhalb Jahren in der AG, "weil ich mich schon immer sehr für Naturwissenschaften interessiert habe".
"Die einen sind mehr handwerklich begabt, die anderen haben es theoretisch drauf", meint Bernd Kretschmer, der seit etwa fünfzehn Jahren die Physik-AG leitet. In seiner AG überwiegen zwar die Jungs, aber auch vier Mädchen kommen jeden Freitag. Bald gehören die Nachwuchsforscher des HTG zu den wenigen, die sich sogar Atome anschauen können: Natwork von der Robert-Bosch-Stiftung stellt dem HTG zusammen mit der Uni Basel ein Rastertunnelmikroskop. Auch die Laptops sind gesponsert. "Wir sind hervorragend ausgestattet", erzählt Kretschmer.
Nicht immer klappt alles, wie es sollte. Aus den hinteren Reihen kracht es plötzlich und drei Jungs sehen mit hängenden Gesichtern zu, wie die Scherben ihres Versuchs auf einer Ölsuppe davonschwimmen: Alexander, Richard und Johannes wollten einen Eiswürfel beim Schmelzen in Öl beobachten. Damit das mit dem Schmelzen etwas schneller geht, haben sie dem Gemisch ordentlich eingeheizt. Bis es dem Glas zu viel wurde... "Das Thermometer hat noch 28 Grad angezeigt, es müssen in Wirklichkeit aber 200 gewesen sein", sucht Alexander Joos nach einer Erklärung. "So was passiert nicht oft", wehrt sich der 17Jährige. Den Rest der Zeit verbringen die drei mit Lappen und Spüli.




Oberbadisches Volksblatt vom 24.02.04

Spannende Experimente und Ergebnisse
Preise bei "Jugend forscht" für Schüler aus Lörrach und Weil

Kreis Lörrach / Freiburg (kret). Am 19. und 20. Februar fand in der Neuen Messe in Freiburg der 12. Regionalwettbewerb Südbaden von Jugend forscht statt. Aus der Physik-AG des Hans-Thoma-Gymna-siums nahmen zwei Gruppen teil.
Mit insgesamt 55 Projekten war dies der größte Regionalwettbewerb in Baden-Württemberg. Leonie Faller, Manuel Schulze und Patrick Winzer vom HTG beschäftigten sich in ihrer Arbeit mit einem fast alltäglichen, aber lästigen Problem: mit feuchten Wänden. Sie untersuchten die Diagnose und Trockenlegung von Mauern mit Hilfe eines elektroosmotischen Verfahrens. Besonders spannend bei ihren Untersuchungen war, dass manche Universitätsinstitute behaupten, das Verfahren sei wirkungslos. Praktiker, die mit dieser Methode arbeiten, berichten aber von guten Erfolgen. Für ihre gründlichen Untersuchungen wurden sie mit dem ersten Preis im Fach Physik und einem Sonderpreis der Firma Litef ausgezeichnet.
Andreas Stippig und Andreas Lang (Kant-Gymnasium Weil am Rhein) entwickelten ein Modellflugzeug mit Drehflügeln und einem selbstentwickelten Motor. Der Clou bei ihrem Modell ist, dass das Flugzeug durch das Ändern des Anstellwinkels der Flügel schnell und langsam fliegen kann. So ist auch das Fliegen in Hallen oder Parks möglich. Für ihre Entwicklung erhielten sie im Bereich Technik den ersten Preis. Der Landeswettbewerb findet vom 16. bis 18. März in Stuttgart statt. Bei "Schüler experimentieren" untersuchten zudem Carlotta Schlesinger und Victoria Schlusche aus der 6. Klasse des HTG Lörrach in Biologie Tiere und Menschen im Leistungsvergleich. Sie erhielten dafür einen Sonderpreis.




Badische Zeitung vom 12.7.2003

Lörracher Gymnasiasten siegen im Weltcup-Team

BONN/BAD SAULGAU (ddp). Fünf Schüler aus Baden-Württemberg, darunter zwei von der Physik-AG des Hans-Thoma-Gymnasiums in Lörrach, haben im schwedischen Uppsala für Deutschland den Physik-Weltcup gewonnen. Sie setzten sich im "International Young Physicists' Tournament" gegen mehr als 20 Nationen durch, wie die Deutsche Physikalische Gesellschaft am Freitag mitteilte. Nach den Worten des Teamleiters, des Physiklehrers Rudolf Lehn vom Störck-Gymnasium in Bad Saulgau, war das nach 1995 und 1999 der dritte deutsche Sieg. Die Schülerteams sollen physikalisch-technische Forschungsprojekte entwickeln, Probleme im Team lösen und vor den Teams präsentieren. Drei der 18- und 19-jährigen deutschen Schüler kamen vom Schülerforschungszentrum im oberschwäbischen Bad Saulgau.



physik.de vom 11.7.2003

Deutschland gewinnt Physik-Weltcup

Eine deutsche Schülergruppe hat beim 16. International Young Physicists' Tournament (IYPT), das vom 1. bis 8. Juli im schwedischen Uppsala stattfand, den ersten Platz belegt. Die Equipe aus Deutschland verwies bei dem spannenden Wissenschaftswettbewerb die beiden weiteren Finalisten aus Südkorea und Polen auf die Plätze zwei und drei. An dem Turnier beteiligten sich junge Forscherinnen und Forscher aus über 20 Nationen. Erstmals reiste die Konkurrenz sogar aus Indonesien und Neuseeland an.

Lars Boyde, Natalie Müller, Benjamin Obert, Dominik Schmid-Lorch und Alexander Zöllner, alle zwischen 18 und 19 Jahren alt, hatten unter der Leitung der beiden Studienrektoren Rudolf Lehn und Bernd Kretschmer seit Oktober 2002 für den wissenschaftlichen Wettkampf trainiert. Nach dem Turniersieg von 1999 hat die Arbeit der beiden Gymnasiallehrer, die das deutsche Team seit vielen Jahren betreuen, nun abermals große internationale Anerkennung gefunden. Im letzten Jahr belegte Deutschland Platz drei, in den Jahren 2000 und 2001 wurde die deutsche Mannschaft jeweils Turnierzweiter.

Während des Turniers präsentierten die Mannschaften ihre Ergebnisse vor einer internationalen Fachjury. Wettkampfsprache bei den so genannten "physics fights" war Englisch. Wie in den Jahren zuvor gab es auch bei dieser Gelegenheit 17 physikalisch-technische Projekte, welche die Mannschaften im Vorfeld des Turniers bearbeiteten. Dabei standen keine üblichen Schulaufgaben auf dem Programm, sondern komplizierte, anspruchsvolle Fragestellungen zur Physik des Alltags. Es galt beispielsweise Phänomene wie die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten, das Verhalten von in Drehung gesetzten Frühstückseiern oder die Flugbewegungen von Sportdrachen und Frisbee-Scheiben zu untersuchen. Hierzu entwickelten die Schüler selbstständig theoretische Modelle und führten zahlreiche Experimente durch.

Alle deutschen Teilnehmer stammen aus Baden-Württemberg, wobei drei der Nachwuchsforscher vom Schülerforschungszentrum (SFZ) in Bad Saulgau kommen, das Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse für naturwissenschaftliche Themen fördert. Die übrigen Teammitglieder hatten sich im Rahmen der Physik-AG des Lörracher Hans-Thoma-Gymnasiums auf den Wettkampf vorbereitet.

Gerhard Sauer, für den Bereich Schule zuständiges Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), war eigens zur Endrunde nach Uppsala angereist, um sich den Glückwünschen der Turnierleitung vor Ort anzuschließen. Sauer verweist auf den Enthusiasmus der deutschen Mannschaft und auf das langjährige Engagement der beiden Teamleiter. Lehrer wie Rudolf Lehn und Bernd Kretschmer seien ein Beleg dafür, was sich mit Begeisterung und neuen Ideen so alles bewegen lässt. Heiner Müller-Krumbhaar aus dem Vorstand der DPG fügt hinzu, dass gerade in Zeiten der PISA-Debatte dieses Ergebnis besonders bemerkenswert sei.



Markgräfler Tagblatt vom 10.7.2003

Deutsches Team gewinnt Physik-Weltcup in Uppsala

Unter Leitung ihres Captains Natalie Müller (Istein) gewinnt das deutsche Team beim 16. Internationalen Turnier Junger Physiker (IYPT) in Uppsala/Schweden den 1. Preis.
Seit einem halben Jahr bereiteten sich Schüler aus Baden-Württemberg an verschiedenen Orten auf die 17 Probleme dieses Teamwettbewerbs vor. So untersuchten sie zum Beispiel wie eine Frisbee-Scheibe geworfen werden muß, um möglichst weit zu fliegen, weshalb manchmal beim Öffnen einer gekühlten Cola-Flasche diese gefriert oder wie sich Regentropfen auf Fensterscheiben verhalten. Diese Aufgaben stellen Forschungsprojekte dar, für die man keine fertigen Lösungen in Büchern findet. In der Physik-AG am Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach unter Leitung von Herrn StD Bernd Kretschmer trafen sich Schüler/innen aus Weil, Lörrach und Schopfheim, um gemeinsam zu experimentieren und theoretische Modelle zu entwickeln. In Wochenendseminaren diskutierten Teilnehmer aus Lörrach, dem Schülerforschungszentrum Bad Saulgau und Stuttgart über die Fortschritte bei der Lösung der Probleme. Neben der intensiven Vorbereitung auf das IYPT haben Natalie Müller, Kant-Gymnasium Weil am Rhein, und Alexander Zöllner, Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim, gerade nebenbei auch ihre Abiturprüfungen abgelegt. In Uppsala, der größten Universitätsstadt von Schweden, fand vom 1. bis 8. Juli das IYPT statt, an dem 23 Mannschaften aus 22 Ländern teilnahmen, darunter zum ersten Mal auch Gruppen aus Grossbritannien, Indonesien und Neuseeland. Das deutsche Team war von Anfang an in den "Physics Fights", in denen in Englisch Lösungen präsentiert und diskutiert werden, sehr erfolgreich und konnte bis zur Finalrunde die Führung behalten und den Vorsprung deutlich ausbauen. Doch im Finale werden die Karten neu gemischt und die drei besten Teams traten am Montag mit gleichen Chancen gegeneinander an. Neben Deutschland hatten sich das koreanische und das polnische Team qualifiziert. Nach einem bis zur letzten Minute spannenden Wettkampf siegte das deutsche Team. Organisatorisch und finanziell wurde die Vorbereitung und der Wettbewerb von der Stiftung für Bildung und Behindertenförderung unterstützt.

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